Bestialisch verstümmelte Leichen. Eine Ruhestätte, die einem Massengrab gleichkommt. Aneinander geknebelte Untote, die sich an den Lebenden vergreifen. Ein Mann auf der Suche nach seinem Sohn. Jede Menge Blut. Verletztes Fleisch. Schmerzen und Trauer. Als ich zum ersten Mal von dieser unfassbaren Geschichte erfahren habe, war ich - um ehrlich zu sein - euphorisch wie schon lange nicht mehr: Band 8 der Cemetery Dance Germany Reihe? Ein weiterer limitierter Tim Lebbon? Handnummeriert? Signiert?...

Patricia Highsmiths Liste der literarischen Veröffentlichungen und Film-Adaptionen ist lang, reichhaltig, überaus beeindruckend und - nicht zuletzt - im Genre qualitativ hochwertig. Und der Diogenes Verlag (den ich übrigens in ALLEN Belangen sehr schätze) tritt hier als zuverlässiger Partner auf, der in Regelmäßigkeit, die wirklich vorzeigbaren Geschichten der US-Amerikanerin an das deutsche Publikum bringt. Mit Verlaub: GOTT SEI DANK, denn sonst wären wir höchswahrscheinlich nie in...

Wer C.V. Hunt auf literarischer Eben kennt, wer sich „Rituelle Menschenopfer“ genüsslich zu Gemüte geführt hat, der weiß, wozu diese abgebrühte Verlegerin aus Ohio fähig ist. Sie lässt den f*ckin‘ Tag zur Nacht werden, weitet - unter anderem - Sex zum Horrorszenario aus, hebt Schmerzgrenzen der Leser auf ein völlig neues Niveau, schreckt weder vor Blut noch vor sonstigen Körperflüssigkeiten zurück (egal woher sie kommen, bzw. wie sie verabreicht werden! 😬), und vor allem...

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Diese (bislang veröffentlichte) Serie aus dem Verlag Galiani Berlin, ist eine einzige Augenweide. Jedes einzelne Exemplar, ein absoluter „Volltreffer“! Doch Mark Beneckes und Kat Menschiks literarisches Baby macht die mit Abstand beste Figur und schnappt sich auf der Attraktivitätsrangliste - für mich persönlich - den unangefochtenen Platz 1. Um ehrlich zu sein, weiß ich überhaupt nicht, in welche Kategorie, bzw. in welches Genre ich dieses Werk...

Dass Jeff Strand kein Kind von Traurigkeit ist, das hat er in der Vergangenheit bereits des Öfteren bewiesen. (Ich denke da zum Beispiel an die erst kürzlich im Festa Verlag veröffentlichten Titel „Der Zyklop“ oder „Lass uns töten“, der beispielsweise äußerst brutal anlief, mit den Urängsten der Menschen spielt und mich übrigens wahnsinnig gut unterhalten hat.) Im Jahr 2006 bescherte ihm seine kompromisslose, authentische, teils bärbeißige Schreibe die allererste Nominierung...

Zuallererst möchte ich sagen, dass ich diese „Geisterhand-Reihe“ aus dem Gatsby Verlag so großartig finde, inhaltlich natürlich, aber vor allem auch in optischer Hinsicht. „Die kleine Hand“ (Susan Hill), „Die Drehung der Schreibung“ (Henry James), „Es muss ein Zauber sein“ (Paul Theroux), „Das Gespenst von Canterville“ (Oscar Wilde), „Das Gemälde“ (Susan Hill) Jedes einzelne Buch ist ein absoluter Kracher, egal ob überarbeitete Klassiker-Neuauflage oder frisch...

Wo soll ich hier bloß beginnen? Entweder bei der völlig seltsamen Konfusion, die Piranesi bei mir - in positiver wie negativer Instanz - hervorgerufen hat. Oder wir starten mit der (auch wenn es gut gemeint war) grausamen Pronomen-Vergewaltigung, die sich durch das gesamte Werk hindurchzieht. Mit einem Wort: abartig! Aber ich greife schon wieder vor. Lasst uns doch erst einmal mit dem Inhalt starten: Piranesi tritt als eine höchst selstame, völlig abstruse Figur in Erscheinung, die einer...

„Doch auch wenn diese Geschichten nicht den Tatsachen entsprechen, so helfen sie uns doch, die Leute zu verstehen, die sie verbreiten. Was war Ihnen wichtig, wovor fürchteten sie sich? Geistergeschichten sind ein lebendiger und maßgeblicher Teil der regionalen Kultur.“ Bevor ich mit dem Schreiben einer neuen Rezension beginne, versuche ich zuerst sämtliche Leserstimmen im Netz aufzugreifen, um aussagekräftige Ersteindrücke sammeln zu können. Neben vielen bekannten Community-Portalen,...

Was macht ein sensibler, sentimentaler Killer auf der Durchreise? Morden und Lieben natürlich. Und wie es sich für einen solchen Kavalier gehört, hinterlässt er auf seinem Streifzug nicht nur Rosenblätter, sondern auch eine kräftige Portion Blut. Alles kein Problem, wenn da nicht dieser grässliche Liebeskummer wäre, der Herzen und Knochen gleichermaßen bricht. Aber der Berufsstand eines Mörders verlangt eben nach einer eisernen Regel, die man niemals, niemals, niemals, niemals,...

Hand aufs Herz: Ich habe in den letzten Jahren bereits einige TrueCrime-Titel gelesen, die ich schlichtweg grausam fand (All jene ausgenommen, die ich nicht gelesen habe und die mir unter dem Radar durchgerutscht sind!): Kein fundiertes Wissen. Zu belanglos. Langweilig. Monoton. Einheitsbrei. Wiederkehrend. Oft kopiert, nie erreicht. Zu wenig Kreativität in der Umsetzung. Zu wenig Unterhaltung. Fade. Blabla. Doch dann hat sich mit dem ET von „Ich ging in die Dunkelheit“ ein grelles,...

Mehr anzeigen