Neues Jahr - Neue Rezensionen - Neue Lobeshymnen - Neue Verrisse Der liebe Olaf vom Buchheim Verlag hat mir vor ca. einem Jahr, als ich ihn fragte, welche besonderen CDG-Titel 2021 auf den Markt kommen würden und das gute Stück von Stephen Graham Jones gerade in der Entstehung, quasi noch in der Pipeline war, folgende Zeilen geschrieben: „Ende 2021 kommt ein Graham Jones, der ist richtig, richtig stark! Handsigniert, nummeriert und mit echt coolen Illustrationen von Vincent Chong! Ich...

Gestattet mir zu Beginn eine rein rhetorische Frage: WAS ZUR HÖLLE WAR DAS DENN??? Also: Das war meine letzte Buchbesprechung in diesem Jahr! (Ich hoffe, dass ich euch einige brauchbare Lesetipps und Anregungen bescheren, bzw. euch hin und wieder die Kaufentscheidung erleichtern konnte?!) Das war höchstwahrscheinlich meine allererste und zugleich letzte Rezension, die länger ausgefallen ist, als die unten angeführte Inhaltsangabe inkl. Pressestimmen! Meine Erwartungen von „Das letzte Haus...

Also. Zu Beginn muss ich verdeutlichen, dass der Vergleich mit Edgar Allan Poe (lt. Francis Nevins Jr.) zwar etwas hinkt, Woolrich mit „Jane Brown‘s Body“ aber im Grunde eine atmosphärische, altertümliche Story geschaffen hat, der es an Nichts mangelt. Die Charaktere nehmen gleich mal ihre vorgefertigten Plätze ein, gehen schnell dazu über, sich über die Dialogschiene zu positionieren und haben letztendlich - in Anbetracht der überschaubaren Länge - ein gut gezeichnetes Mindset...

Von der viktorianischen Geistergeschichte zum viktorianischen Thriller. Eines kann man Laura Purcell nicht absprechen: Sie ist wandlungsfähig, sehr engagiert was die Konzeptionen neuer Geschichten anbelangt, und - nicht zuletzt - stets bemüht, ihren Settings eine gehörige Portion Atmosphäre zu verleihen. Aus meiner Rezension zu „Die stillen Gefährten“: „Ich habe mich schon bei so vielen Geistergeschichten, klassischen Haunted-House-Stories, bei Gothic-Horror, psychologischen,...

Also: Ich hatte bereits viele Zukunftsszenarien auf dem Nachttisch liegen, jede Menge kluges, dystopisches Material zwischen meinen kritischen Fingern, aber eine derart eigenwilligen, unkonventionellen, BIZARREN, vom Mainstream losgelösten Adaption einer möglichen zukunftsträchtigen Perspektive habe ich bis dato noch nicht gelesen. Wer Kaspar Colling Nielsens Erzählungen bereits kennt, der weiß, bei diesem skandinavischen Künstler läuft überhaupt nichts auf standardisierte Weise: Seine...

All jene, die Ronald Malfi auf schriftstellerischer Ebene bereits kennen und „December Park“, „The Ascent“, „Die Treppe im See“,…gelesen haben, die wissen, mit welch großartigem Erzähler man es hier zu tun hat. Für diejenigen unter euch, denen Malfi (noch) kein Begriff ist, bzw. die bislang gefragt haben, wo genau man „Malfi“ im Kühlregal findet, habe ich folgene Aussage parat: Dieser Kerl ist ein verdammt guter Geschichtenerzähler. Nein. Anders: Dieser Kerl ist ein...

Lange habe ich unter Hirn zermarternden Umständen darüber nachgedacht, wie ich diese - für mich ganz besondere - Buchbesprechung beginnen soll, um der Außergewöhnlichkeit und der Extravaganz dieser Reihe irgendwie Tribut zu zollen. Sollte ich gleich mit der Tür ins Haus fallen und verkünden, dass dies die mit Abstand, mit ABSTAND(!!!) beste Krimiserie ist, die der Büchermarkt zu bieten hat? Oder sollte ich runter vom Gas und subtil erklären, dass ich Corbetts Universium schlichtweg...

Es ist wieder passiert: Der Teufel ist nach Maine zurückgekehrt und treibt in der Stadt Castle Rock sein verheerendes Unwesen, abermals in der Form eines kleinen Holzkästchens, das unscheinbar anmutet, aber gefährlicher nicht sein kann. Während King bei Band 1 noch kräftig auf die Tube gedrückt hat und den Leser bei der eigenen Fehlbarkeit, bei der Eitelkeit packte, betreibt Chizmar beim Nachfolgerroman eher Umkehrpsychologie. Er entschleunigt den Text komplett, braucht eine gefühlte...

Paranormale „Geschehnisse“ sind außerordentlich faszinierende und zugleich beunruhigende Phänomene und gerade deshalb, jede Recherche wert. All jenen unter euch, die der Geisterwelt höchst kritisch gegenüberstehen, bzw. dieser Anschauung überhaupt nichts abgewinnen können, wird meine Rezension eventuell sauer aufstoßen, den Aufgeschlossenen aber sage ich: „Ich bin mir ganz, ganz sicher, dass wir auf diesem Planeten nicht alleine sind. Die bloße Vorstellung, das Manifeste bzw. die...

Es gibt interessante Geschichte, lebensechte Erzählungen mit starker, eingehender Charakteristik. Es gibt Umsetzungen, die glänzen, die prachtvoll erscheinen, mit zunehmender Seitenanzahl aufblühen und an Ästhetik kaum zu übertreffen sind. Und dann gibt es auch noch diesen Uhrmacher, der aus der Filigree Street kommt. Der - so ganz nebenbei bemerkt - sich vollends ausgereift anfühlt, der vollgepumpt mit Authentizität zu sein scheint, der den Leser bei der aufkeimenden Neugier trifft,...

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