FILMKRITIK: „AVATAR - The Way of Water“ (Science Fiction/Action - 2022)



Um ehrlich zu sein, weiß ich überhaupt  nicht wo ich anfangen soll, darum komme ich direkt zum Punkt: Warum James Cameron diese penetrante im Schlussakt auftretende Hollywood-Kriegsszenerie aus Teil I nochmal aufgewärmt und in „The Way of Water“ über drei Stunden - völlig unnötig und klischeebehaftet - in Kombination mit einer so offensichtlichen „Safe-the-Ocean“-Thematik aufgeblasen hat, ist mir absolut schleierhaft. Außerdem kann ich einfach nicht nachvollziehen, warum er sich für die Einführung der (neuen) Charaktere, für das Reifen einer tiefergehenden Beziehungsebene, für den grundsätzlichen Storyaufbau  - BEI EINER LAUFZEIT VON 192 MINUTEN!!! - nicht mehr Zeit gelassen hat, bzw. auf die emotionale Komponente der Figuren untereinander scheinbar keinen Wert gelegt hat. Logische Konsequenz: Bei mir kam - so leid es mir tut - rein gar nichts an. Der Charme der Geschichte, dieses gewisse Etwas, das in „Aufbruch nach Pandora“ so konstant über die gesamte Spiellänge vorhanden war, schien in „The Way of Water“ keine nennenswerte Rolle mehr zu spielen, als hätte es diese so elementare Komponente nie gegeben.

Ja, ich muss sagen, dass ich ganz schön enttäuscht bin. Klar, das Ding sieht wieder atemberaubend aus, vor allem die ganzen Unterwasser-Sequenzen sind pure magic, darüber brauchen wir gar nicht erst zu diskutieren, schließlich sind in die Produktion 460 Millionen US-Dollar geflossen, da darf schon mal ein optisches Feuerwerk dabei rumkommen. Aber Leute, mal ehrlich: Inhaltlich war das doch eine völlig überladene, emotional notdürftig zusammengeklatschte Kriegsgeschichte mit ständig erhobenem Zeigefinger, die eines James Cameron nicht würdig war. Und damit - so hoffe ich zumindest - sollte das Thema Pandora dann auch endgültig auserzählt sein, auch wenn Teil III schon in den Startlöchern scharrt.


Inhaltsangabe:


ZURÜCK NACH PANDORA Mit Avatar: The Way of Water entführt James Cameron die Zuschauer in diesem spektakulären und mitreißenden Action-Abenteuer zurück in die großartige Welt von Pandora. Mehr als ein Jahrzehnt nach den Ereignissen des ersten Teils erzählt der Film die spannende Geschichte der Familie Sully (Jake, Neytiri und ihre Kinder): von den Problemen, die sie verfolgen, den Mühen, die sie auf sich nehmen, um einander zu beschützen, sowie den dramatischen Erlebnissen und den Kämpfen, die sie führen, um zu überleben. All dies geschieht vor der atemberaubenden Kulisse von Pandora, wo die Zuschauer neue Na'vi-Kulturen und eine Reihe exotischer Meeresbewohner kennenlernen, die die majestätischen Ozeane bevölkern.

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