FILMKRITIK: „THE MENU“ (Horror/Komödie - 2022)



JA, JA, und nochmal JA:

THE MENU ist in der Tat einer der ungewöhnlichsten, abgef*cktesten und zugleich abwechslungsreichsten Titel der letzten Jahre. Und das liegt schlichtweg an der perfekt inszenierten One-Man-Show von Ralph Fiennes. Kein Wunder, dass ihm dieses bizarre, minutiöse, oftmals explosionsartige Mimik-Spiel prompt eine Golden Globe Nominierung als Bester Hauptdarsteller eingebracht hat. Man muss aber auch erwähnen, dass der restliche Cast genauso stark abliefert und erstklassig untereinander harmoniert. Die Handlung per se fand ich übrigens mehr als vorzeigbar: Erschreckend und saukomisch zugleich. Sie wurde höchst präzise darauf ausgelegt, der unmoralischen Lebenskultur aller - auf die perfideste Art und Weise - in den Arsch zu treten und der verschwenderischen, neiderfüllten, egozentrischen Wegwerfgesellschaft, den verdreckten Spiegel vorzuhalten. Da kann es durchaus passieren, dass ein delikates Stück Fleisch blutiger serviert wird, als es einem schlussendlich lieb ist.

 

Was ein geiles Ding!

 

Inhaltsangabe:

 

Das junge Paar Margot (Anya Taylor-Joy) und Tyler (Nicholas Hoult) bereist und erkundet Orte, von denen nur wenige Menschen wissen oder Zugang dazu haben, um so in den Genuss der besten kulinatischen Angebote zu kommen. Ihre Abenteuer sind bei Freunden, Verwandten und Bekannten bekannt, und das Paar gilt inzwischen als Experten auf diesem Gebiet. Dank einer Entdeckung in den sozialen Medien hören sie von einem exklusiven, exzentrischen Restaurant, das alle Voraussetzungen für einen nächsten Besuch mitbringt, und reisen zu dessen Standort auf einer abgelegenen Insel, um das großartige und einzigartige Menü des Küchenchefs Slowik (Ralph Fiennes) zu probieren. Doch schon bald stellt das Paar fest, dass die Speisekarte einige Überraschungen enthält, mit denen sie nicht gerechnet haben.

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