Rezension: "Das Ende“ von Mats Strandberg

Mats Strandberg ist ein begnadeter Allrounder.  Horror, Krimi, Dystopie, Jugendliteratur,...

Egal auf welchem Terrain er sich zu bewegen versucht, meist gelingt ihm das ganz wunderbar. Mit seinen StandAlone-Titeln „Die Überfahrt“ und „Das Heim“ hat er gezeigt, dass er das Genre solide beherrscht und für die ein oder andere Überraschung zu haben ist.


Um ehrlich zu sein bin ich ja nicht gerade ein Freund skandinavischer Erzählungen, da diese meist nach demselben Muster abgearbeitet werden, dadurch Unterhaltungswert einbüßen und inhaltlich wenig Innovatives zu bieten haben.

Oftmals fühlen sich die Texte äußerst klischeehaft an und heben sich in den seltensten Fällen von der Massenware - vor allem im Krimibereich - ab.

Bei Strandberg sehe ich das Ganze etwas differenzierter. Speziell bei diesem Titel hatte ich das Gefühl, dass er ganz wunderbar aus dem Mainstream ausbricht, und mitunter eigenen Wege zu gehen versucht. In Kombination Story, Aufbereitung und sprachliche Ambitionen dürfte „Das Ende“ durchwegs eigenständig zu betreachten sein. Mir hat hier äußerst gut gefallen, dass Strandberg zwar seiner stilistischen Linie treu bleibt, inhaltlich aber völlig unkonventionell auftrittt. Das findet man im Genre relativ selten.


Mit „Das Ende“ legt er nun eine Endzeitgeschichte im Jugendliteraturstil vor, die zwar von vielen pubertierenden Charakteren getragen wird, auf den zweiten Blick jedoch viel mehr zu sein scheint: Ein bunter Mix aus Coming-of-Age Story, Drama und Endzeitszenario. Ich würde die Handlung daher auf keine bestimmte Altersgrenze limitieren, da weder der Schreibstil, die sprachliche Ausführung, noch die inhaltliche Aufbereitung vermuten lässt, dass es sich hierbei um einen reinen Jugendroman handeln könnte.


Es lässt sich also zusammenfassen:


Obwohl Strandbergs „Das Ende“ als angepriesene Jugend-Dystopie ins Rennen ging, darf ich nach Beenden der Lektüre kundtun, dass es sich zwar augenscheinlich um eine Coming-of-Age Story im Endzeit-Kostüm handelt, der Inhalt aber aufgrund des neutralen Aufbaus, durchaus auch für das „ältere Publikum“ geeignet ist. Es wäre ohnehin schwierig, hier eine klare Grenze zu ziehen und die Genregattung punktgenau zu definieren.


Eines lässt sich aber mit Sicherheit unterschreiben:


»Mats Strandberg hat Charaktere entwickelt, die völlig glaubwürdig wirken. (…) Das World Building in dieser schicksalhaften Atmosphäre ist beeindruckend.« (Västmanländskans bokblogg)


Inhaltsangabe:


Was würdest du tun, wenn die Welt vor dem Untergang stünde? 


Du bist 17 Jahre alt, es ist Sommer und alles scheint wie immer zu sein. Doch in etwa einem Monat wird ein riesiger Komet auf die Erde prallen und alles Leben auslöschen. Wie willst du deine letzten Wochen verbringen? Und was möchtest du noch all jenen sagen, die du liebst? »Das Ende«, das neue Jugendbuch des schwedischen Bestsellerautors Mats Strandberg, ist die Geschichte zweier junger Menschen, Simon und Lucinda, in einer Welt auf Zeit...


Pressestimmen:


»Viele große Fragen, wie die über das Leben und den Tod, behandelt Mats Strandberg feinfühlig und meisterhaft.« (Dagens Nyheter)


»Es entsteht ein unangenehmer Knoten im Bauch – ich hatte plötzlich das Gefühl, wie die Figuren in diesem Roman, dass nur noch wenig Zeit bleibt, ich aber noch so viel zu erledigen habe.«

(Sydsvenska Dagbladet)


»DAS ENDE hätte es absolut verdient, das meistgelesene und diskutierte Buch in diesem Herbst zu werden.« (Dagens Industri)


»Mit DAS ENDE ist Strandberg brillanter als je zuvor.« (Stories from the city)


»Lesen Sie es, lesen Sie es, lesen Sie es! Und dann empfehle ich jemanden zu finden, mit dem man darüber reden kann, weil so viele Gefühle und Gedanken darin stecken.« (Elzas bokhylla)


»Ein erstaunliches und brillantes Buch, ohne Zweifel eines der besten in diesem Jahr, das absolut niemand verpassen sollte.« 

(Bims blogg)


»Nicht ich habe dieses Buch verschlungen – es hat mich verschlungen.« (Instagramagical) 


»Ich kann den Roman nicht genug loben. Jeder sollte ihn lesen und erleben (weil es wahrlich eine Erfahrung ist)!« (Håkans hylla)


»Wo beginnst du, wenn ein Autor derart gute Arbeit geleistet hat, dass Sie nicht die Worte finden können um zu beschreiben, warum er so brillant ist?« (Boktokig)

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